Erstmaßnahmen bei......

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Erstmaßnahmen bei Verbrennungen:
Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit!
Entfernen Sie mögliche Ursachen für Verbrennungen bzw. bringen Sie das Tire aus
deren Bereich.Prüfen Sie zunächst Bewußtsein, Atmung und Herzschlag des Tieres.
Bei Störungen dieser lebenswichtigen Funktionen müssen Sie es sofort wiederbe-
leben:
Kühlen Sie die verbrannte Stelle sofort mit kaltem Wasser oder feuchtkalten Um-
schlägen über einen Zeitraum von 15 - 20 Minuten. Dabei muß aber darauf ge-
achtet werden, daß das Tier  nicht unterkühlt wird - es würde zittern und die Maul-
schleimhaut sich bläulich verfärben.
Entfernen Sie Haare aus dem Wundbereich. Legen Sie einen sterilen Verband an.
Bringen Sie keinesfalls Salben, Puder, Öl o.ä. auf die Brandwunde.
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf!

Erstmaßnahmen bei Vergiftungen und Verätzungen:
Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit.Tragen Sie Handschuhe! Kommen Sie nicht
mit den Giften in Kontakt. Sorgen Sie für Frischluftzufuhr und betätigen Sie bei
Verdacht auf Gasvergiftung keine Elektroschalter!
Prüfen Sie zuerst, ob Atmung und / oder Kreislauf vorhanden sind. Ist dies nicht
der Fall, beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Sind Giftstoffe auf die Haut gelangt, spülen Sie sie sofort mit reichlich lauwarmen
Wasser z.B: unter der Dusche ab.
Wenn die Giftaufnahme über das Maul erfolgt, geben Sie dem Tier, das jedoch bei
Bewußtsein sein muß, zunächst reichlich Wasser zu trinken; notfalls flößen Sie
ihm die Flüssigkeit mit einer Spritze ein.
Ausnahme: Das Tier hat Seifenlösung oder Spülmittel aufgenommen. In diesem
Fall können Sie es nur schnellstmöglich zum Tierarzt bringen.

Erstmaßnahmen beim Schock:
Ungleichverteilungen des Körper - Blutvolumens können zu leichten Störungen bis
hin zu lebensbedrohlichen Ausfallerscheinungen von Organen führen:
         Das Tier ist schwach und/ oder zittert stark.
         Ohren und Pfoten fühlen sich kalt an.
         Der Puls ist flach und schnell.
         Die Maul - und Augenschleimhäute sind blaß bis bläulich verfärbt.
Lagern Sie das Tier auf ebenem Untergrund. Schieben Sie eine zusammengerollte
Decke unter die Beine, um sie etwas höher zu legen.
Prüfen Sie , ob Atmung und Herzschlag vorhanden sind.
Hat einer dieser lebenswichtigen Funktionen ausgesetzt, beginnen Sie sofort mit
der Wiederbelebung.
Ist Ihr Tier bei Bewußtsein, reden Sie in beruhigendem Tonfall mit ihm und bieten
Sie ihm Wasser an. Halten Sie das Tier mit einer Decke oder Wärmflasche warm.
Suchen Sie schnellstmöglich den Tierarzt auf.

Erstmaßnahmen bei Hitzschlag:
Bewahren Sie Ruhe!
Bringen Sie das Tier aus dem erhitzten Bereich.Kontrollieren Sie, ob es atmet und
das Herz schlägt. Wenn mindestens eines davon nicht erkennbar ist, beginnen Sie
sofort mit der Wiederbelebung.
Versuchen Sie die Körpertemperatur des Tieres zu senken:
Baden Sie es in kühlem Wasser oder wickeln Sie es in feucht - kalte Umschläge.
Legen Sie ihm einen Eisbeutel in den Nacken.
Messen Sie alle 5 Minuten die Körpertemperatur.
Wenn das Tier bei Bewußtsein ist, bieten Sie ihm kühles Wasser a. Massieren Sie
kräftig seine Beine und lagern Sie sie etwas erhöht - dies wirkt schockvorbeugend.
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Erstmaßnahme bei Stromschlag:
Hinweis auf Stromunfälle: Brandwunden - oft um das Maul herum;
                                     Krämpfe/ Körperstarre
                                     Kot- und Urinabgang
                                     Atem- und Herzstillstand sind möglich.
Ihr Selbstschutz steht an erster Stelle!
       Berühren Sie keinesfalls das Tier, solange es noch Kontakt mit der                           Stromquelle hat oder sich auf feuchtem Untergrund befindet!
Schalten Sie den Strom ab bzw. ziehen Sie den Stecker aus der Dose. Oder ver-
suchen Sie, das Tir mit einem Stock, Stuhl o.ä. nicht - metalischen Gegenstand aus
dem Gefahrenbereich zu schieben.
Prüfen Sie ob Atmung und/ oder Herzschlag vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall
beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf!

Erstmaßnahmen bei Badeunfällen:
Bewahren Sie Ruhe!
Holen Sie das Tier unter Beobachtung Ihrer eigenen Sicherheit aus dem Wasser!
Prüfen Sie zuerst, ob Bewußtsein, Atmung oder Herzschlag vorhanden sind. Wenn
nicht, müssen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Dazwischen und generell bei vorhandenen Lebensfunktionen führen Sie die folgend
aufgeführten Maßnahmen durch:
     Ziehen Sie die Zunge bei Hund oder Katze etwas vor und halten Sie das Tier
kopfüber.
Tiere mittlerer Größe greifen Sie an den Hinterbeinen und schwingen Sie vorsichtig
hin und her, bis keine Flüssigkeit mehr aus dem Maul austritt.
Achtung: Zu heftiges Schwingen kann zu Verletzungen an Beinen oder Wirbelsäule
führen!
Kleinere Tiere legen Sie bäuchlings in Ihre aneinandergelegten Hände, die den
Kopf, welcher in Richtung Ihrer Fingerspitzen weist, vorsichtig mit den Fingern umgreifend.Heben Sie jetzt die Hände in Kopfhöhe und lassen Sie sie dann
schwungvoll fallen, so, als wollten SIe das Tier zu Boden werfen. Diesen Vorgang
wiederholen Sie mehrmals.
Achtung:Halten Sie das Tier gut fest, damit es Ihnen nicht aus der Hand rutscht!
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Erstmaßnahmen bei Erstickungsanfällen:
Das Tier atmet stoßweise, würgt oder schnappt nach Luft. Es ist ängstlich bis
panisch - aggressiv bzw. verstört oder bereits bewußtlos.Die Augen können hervor-
treten.Die Zunge und die Maulschleimhaut sind blaß bis bläulich verfärbt.
Bewahren Sie Ruhe!
Prüfen Sie zuerst, ob Atmung und Herzschlag vorhanden sind - wenn nicht, müssen
Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Ist das Tier bei Bewußtsein, beruhigen Sie es mit leisem Ansprechen und Berühr-
ungen.Ein bewußtloses Tier lagern Sie auf der rechten Seite, den Oberkörper etwas
tiefer. Kontrollieren Sie das Maul des Tieres auf aufgenommene Fremdkörper und
entfernen Sie diese sofort, aber schonend. Dabei dürfen Sie nicht versuchen, ein-
gespießte Gegenstände wie Angelhaken o.ä. oder aus dem Maul hängende Bänder
herauszuziehen.
Haben Sie keinen Erfolg, heben Sie ein bis mittelgroßes Tier an den Hinterbeinen
hoch und schwingen es vorsichtig hin und her.
Bringt auch dies den Fremdkörper nicht hervor, versuchen Sie folgendes:
     Legen Sie das Tier auf die Seite und ihm eine Hand auf  den Rücken. Mit der
     anderen Hand umgreifen Sie seinen Bauch unterhalb der Rippenbögen.Drücken
     Sie dann Ihre Hand vom Rippenbogen aus vorsichtig, aber angemessen kräftig
     nach innen und oben. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals.
Vorsicht:Bei zu starkem Druck kann es zu inneren Verletzungen kommen.Einem
     großem Hund kann man unterstützend zwischen die Schulterblätter klopfen.
Suchen Sie schellstmöglich einen Tierarzt auf!

Erstmaßnahmen bei Krampfanfällen:
K
rampfanfälle treten meist plötzlich auf und dauern zwischen einigenSekunden bis
Minuten. Der gesamte Körper kann von diesem Anfall erfaßt werden.
Dabei ist das Tier oftmals bewußtlos.
Bewahren Sie Ruhe! Prüfen Sie zuerst ob Bewußtsein, Atmung und Kreislauf vor-
handen sind,Ist dies nicht der Fall, beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßn.
Schützen Sie das krampfende Tier vor Verletzungen, indem Sie spitze, scharfe usw.
Gegenstände aus seiner unmittelbaren Umgebung entfernen. Versuchen Sie, es
seitlich auf weichem Untergrund zu lagern.
Denken Sie an Ihre eigene Sicherheit!
Zu Beginn eines Anfalles können Sie versuchen, dem Tier einen harten, stumpfen
Gegenstand zwischen die Kiefer zu schieben, um seine Zunge vor Bißverletzungen
zu schützen. Greifen Sie jedoch niemals einem Krampfenden ins Maul.
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Bringen Sie Ihren Hund/ Ihre Katze zum Erbrechen, wenn
das Tier bei Bewußtsein ist und
keine Säuren oder Laugen die Ursache für die Vergiftung sind:
Lösen Sie 3 Teel. Speisesalz in 500 ml lauwarmes Wasser auf und geben Sie dem
Teir davon etwa 2 - 4 Teel. voll ein.
Merke: Erbrechen hilft nicht bei allen Giftarten und ist nur sinnvoll, wenn seit der
Aufnahme des Giftes nicht mehr als 3 Stunden vergangen sind.
Bei Verdacht auf Laugen oder Säuren dürfen Sie keinesfalls Erbrechen auslösen!
Dies gilt auch für Verätzungen!
Bei folgenden aufgenommenen Giften neutralisieren Sie diese zusätzlich, indem
Sie
               1.Bei Säuren und bei Aspirin - Überdosierung:
                       1 Pkg. Backpulver in 500ml Wasser auflösen und dem Tier
                       5 Teelöffel voll eingeben;
                       die Menge ist von der Größe des Tieres abhängig

               2.Bei Heizöl u.a. keosinhaltigen Mitteln sowie Phenolen:
             (in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Mottenkugeln)
                       dem Tier 2 Eßlöffel voll Olivenöl einflößen und
                       Verunreinigungen im Fell mit dem Öl abtupfen

               3.Bei Ölen, Schmierfett sowie Farblösungsmittel:
                       das Tier mit Wasser und Seife gründlich abwaschen

Bei Kohlenmonoxid - Vergiftungen sind die Augen- und Maulschleimhäute des
Tieres hellrot verfärbt.
     Bringen Sie da Tier aus dem Gefahrenbereich und führen Sie ihm Frischluft zu;
     hat die Atmung bereits ausgesetzt, müssen Sie das Tier sofort beatmen.
Schützen Sie das Tier mit einer Decke oder Wärmeflasche vor Unterkühlung.
Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf!