In liebevoller Erinnerung an unsere einzigartige Tammy
                  
geboren am 07.06.1997           gestorben am 21.09.2010

9 Jahre alt

Tammy ........ 13 Jahre begleitete sie uns ....

Unser erster Sheltie , war ein sehr außergewöhnlicher , anhänglicher und treuer Freund !

Ihr absolutes Vertrauen , ihre wirklich von Herzen kommende Freude
und das Strahlen ihrer Augen
( bis fast zuletzt ) werden wir nie vergessen !

All mein Wissen über Hunde ( deren Verhalten  , Sprache etc . ) verdanke ich letztendlich Tammy .
 Sie war eine einmalige Lehrmeisterin !

Wir , im besonderen ich , waren ihr ein und alles !!
 Wo ich war , war Tammy auch . “ Mein Schatten “ , bis 3 Tage vor ihrem Tod .

Sie wartete vor der Haustür auf mich , falls ich mal unterwegs war ,
ließ sich nicht davon abbringen und freute sich riesig , wenn ich wieder nach Hause kam .

Sie liebte unsere gemeinsamen Spaziergänge und Unternehmungen ,
hopste freudestrahlend hin und her
( bis 5 Tage vor ihrem Tod ) , wenn es hieß , wir gehen Gassi .

In den ersten Jahren wich sie kaum von unserer Seite .
Wir waren ihr Mittelpunkt und auch ihre Aufmerksamkeit galt fast ausschließlich uns
oder ihrem “ heißgeliebten Balli “ :0)
( der spezielle Balli “  hielt viele Jahre , immer wieder geflickt , vom Hausdach geholt oder aus der
eisigen Nordsee gefischt . )

13 Jahre alt

Auch in unserem Hunderudel hatte unsere Kleine eine besondere Stellung :

- Cara ,( unsere Alpha - Hündin ) und Tammy hatten eine kaum zu beschreibende Beziehung ,
irgendwie waren beide sehr aufeinander fixiert .
- Josie & Shari waren immer überaus glücklich , wenn Tammy auf ihre Aufforderungen reagierte.
- Lea lernte Tammy ja nur einige Monate kennen und war von ihr fasziniert !
Leider war unser “ Fledermäuschen “ schon so krank ,
daß sie so einen kleinen Wirbelwind kaum registrieren konnte .

7 Monate alt

Das Alter ging nicht spurlos an Tammy vorbei :

 - linkes Auge blind , rechts nur Licht und Schatten ( im Alter )
- angeborene Herzklappenschwäche
- im Alter Herzvergrößerung
- Wasser in der Lunge
( Medikamente halfen )
- starke Athrose in der Hüfte und in den Läufen
( Goldakkupunktut - leider nein - Arzt : wo sollen wir anfanfen ? von daher wurde ihr mit Schmerzmitteln geholfen -
- die Pfoten waren “ durchgetreten “ ( ab dem, 11. Lebensjahr )
- Fettgeschwulste rechts und links neben der Wirbelsäule ( keine Massage mehr möglich )
- altersbedingte leichte erhöhung der Leberwerte ( kochen war angesagt )
- natürlich aufgrund des Krankheitsbildes regelmäßige Geriatriechecks

Trotz und alledem genoss Tammy jeden Tag mit uns !

2008 kauften wir einen Kinderwagen und sie thronte in ihrem fahrbaren Untersatz .
Natürlich mußte ihre Muskulatur gestärkt werden ..
Nur im Tammy - Mobil sitzen war nicht ;0)
Bei jedem Spaziergang lief sie ca . 30 - 45 Minuten .
( ansonsten Physio )

13 Jahre alt

Die letzten Tage im Leben unserer Tammy:

Am Freitag , den 17.09.2010 fuhren wir in den Urlaub , ein paar Tage nur .
Lea erbrach , ( 1x ) , 2 Tage zuvor und hatte am nächsten Morgen Durchfall.( 1x )
Wie die jungen Hunde mal so sind ..... etwas aufgenommen und es muß wieder raus ....
Wir haben uns keine großen Gedanken gemacht .
Allen Hunden ging es gut und wir waren überrascht , als Tammy Freitagabends erbrach .
- also doch wohl ein Virus -
Am nächsten Morgen übergab sich auch der Sheltierüde meiner Freundin und da es auf das
Wochenende zuging , fuhren wir mit beiden Hunden zu einer Tierärztin .
Am Nachmittag und auch gegen Abend ging es ihr gut , wie immer in letzter Zeit .
Nachts erbrach sie mehrmals und lag am Sonntagmorgen auf ihrem Kissen und bemühte sich
aufzustehen , aber ohne meine Hilfe ging es nicht .
Kein Wunder , Tammy war nicht mehr die Jüngste ,so ein Magen-Darm Virus schwächt.
Tammy konnte sich kaum auf den Beinen halten .
Wir entschlossen uns , den Urlaub abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren .
Die Fahrt überstand sie gut - auf meinem Schoss , auf ihrem Kissen -
Wieder Zu Hause , Alles okay . Kein Erbrechen , kein Durchfall .
Tammy wirkte zwar sehr mitgenommen , stand wackelig auf ihren Beinen , verhielt sich
aber ansonsten “ fast “ normal .
In der Nacht von Sonntag auf Montag schreckte sie in meinen Armen hoch , schaute verwirrt
und bekam schrecklichen Durchfall .
Sie wimmerte vor Schmerzen und sie tat mir unendlich leid ! 

Montagmorgen , der 20.09.2010 ,
Ich habe niemals ! zuvor einen Hund gesehen , dem es so schlecht geht .........
Ich will und kann es nicht beschreiben .....

Cara legte sich ganz , ganz eng an Tammy - ich wüßte nicht , wann die Beiden mal so gelegen haben  -

Ich rief sofort unsere Tierärtzin an und schilderte ihr unter Tränen .........
und erzählte natürlich auch von dem Magen - Darm - Virus .
Mittlerweile hatte es 5 von 7 Hunden erwischt .
Ihre erste Reaktion : Blutuntersuchung , aber Tammy ging es so schlecht ,
ein Transport ( ca. 7 Min . ) wäre nicht möglich gewesen .
Ihre zweite Reaktion : Selbstverständlich komme ich vorbei .
Sie untersuchte Tammy ganz vorsichtig
- mittlerweile war das Fieber auf 40.2° angestiegen , der Kreislauf stabil -
und injezierte ein Antibiotikum und Novalgin .

Tammys Lebensgeister wurden wieder geweckt , sie trank nach wie vor sehr viel - Wasser mit
Elektrolyte - liegend auf der Seite . Ich hielt ihren Kopf , da sie einfach zu schwach war .
Sie fraß etwas Hühnchen mit Reisflocken und Hüttenkäse und setzte sich ins Platz ( alleine )

Im Laufe des Tages ging es ihr wirklich wieder etwas besser und ich schöpfte Hoffnung ,
eigentlich war ich voller Optimismus - Tammy schafft es !

Abends kam nochmals unsere Tierärztin , spritzte wiederholt Novalgin (Schmerz / Fieber )
und legte eine Infusion an .

Die Nacht verlief für Tammily recht gut . Sie schlief und ihre Atmung war ruhig & gleichmäßig.

Dienstagmorgen , der 21.09.2010 ,
Ich ließ die Infusion noch einmal nachlaufen , maß die Temperatur - 39.4° -
und informierte um 10.00 Uhr die Tierärztin .
Tammy lag auf ihrem Kissen , fraß , trank - mit Hilfe - aber ansonsten reagierte sie wenig .
Ich versuchte sie einmal aufzustellen , meine Hände hielten ihren Körper , ihr Kopf berührte den
Boden , sie sackte zeitgleich vorn und hinten weg , konnte sich nicht halten ...............

Magen - Darm - Virus ... kann das ! einen alten Hund so schwächen ?

In mir keimte ein Verdacht , vielleicht gab es noch eine andere Ursache .......

Wir fuhren mit Tammy zur Tierärztin ( wir telefonierten vorher zusammen und auch sie war der Meinung )
auf meinem Schoss, auf einem Kissen trugen wir sie auf den Behandlungstisch .
Unsere Tierärztin untersuchte u.a. ihr Blut
( die Temperatur war mittlerweile auf 39.8 angestiegen / Schleimhäute fast weiß )

der HB Wert lag bei 6.88 ( normal 15 - 18 )
Sie wiederholte den Test .

Tammy verblutete innerlich ........

Warum ?
Wir werden es niemals erfahren ......
-
Kein Teerstuhl
- Kein Blut im Erbrochenem
- Vielleicht ein ruptierter Milztumor ? .... oder Multi - Organ - Versagen ?

Jetzt und sofort , völlig unerwartet !
mußten wir eine der schlimmsten Entscheidungen unseres Lebens treffen !

Wir mußten Abschied nehmen .............r

Wir fuhren wieder nach Hause und eine Stunde später kam unsere Tierärztin .........

Der Glanz von Tammys Augen erlosch am am 20.09.2010
flackerte kurz auf ....
und starb am 21.09.2010 um 14.42 Uhr

Tammy sah einfach wunderschön aus .... entspannt ....

Gemeinsam beerdigten wir unsere Älteste etliche Stunden später .

Cara lag in respektvollem Abstand von ca. 2m , bewegte sich nicht .

Josie lag mit den Vorderpfoten im Grab & stand erst auf , als dieselben mit Erde bedeckt wurden.

Shari stand die ganze Zeit wie eine Statur - rechts neben Josie

Lea , aufgrund ihres Alters , etwas unbekümmerter , aber respektvoll .

Am nächsten Morgen - Zeit Gassi zu gehen -
Cara , Josie , Shari & Lea nahmen Abschied - sie schnüffelten in Folge an Tammys Grab -

11 Jahre alt

Tammy war eine einmalige Hündin ,
  die mit ihren strahlenden Augen
           uns unvergessen bleibt !

             Sie ist nicht mehr da ,
                     wo sie war ,
               aber sie ist überall ,
                   wo wir sind !

Eine Nachbetrachtung von Herrchen :
Nun ist es schon 4 Wochen her ,  seitdem wir Tammy einschläfern und begraben mussten .
Wenn ich daran denke , kommt immernoch ein Gefühl der Traurigkeit auf . Ich frage mich : warum ?
Als wir Tammy mit 4 1/2 Monaten vom Züchter holten war sie sehr eingeschüchtert und überaus
ängstlich . Tammy war beim Züchter ein Mitläufer und wurde bei uns zum Mittelpunkt .
Ich erinnere mich daran , daß ich bei unseren gemeinsamen Spaziergängen sagte :
Nun haben wir unseren ersten Sheltie , aber ich sehe Tammye nie .
Sie läuft ständig hinter Dir her , berührt fast Deine Waden .

So war Tammy :

Auf uns fixiert , nur wir waren für sie wichtig . Ich erinnere mich an einen Spaziergang auf Texel :
Sie war mein Scout .Wir liefen auf dem Rückweg , im Dunkeln durch ein Waldgebiet . Es war
schwierig den Boden zu erkennen . Tammy maschierte voran und ging genau den Weg zurück ,
den wir vorher gegangen waren . Sie wollte schnell nach Hause , zu Frauchen .
Das war typisch für Tammy .

Ein anderes Beispiel :
‘Wir mussten sie und Cara für einen Tag bei den Schwiegereltern lassen .
Aber bei der ersten Gelegenheit büchste sie aus und lief durch die ganze Stadt - ca. 3 km -
über stark befahrende Straßen - nach Hause .

Frauchen und ihr zu Hause bedeuteten ihr alles !

Tammy war eben Tammy !

Die Lücke , die sie hinterlassen hat , wird immer bestehen .

Noch vor 13 Jahren hätte ich nicht gedacht , wieviel “ ein Hund “ mir bedeutet .
Das ist jetzt anders, ich habe dazu gelernt und daß mit 70 Jahren .

Danke Tammy !